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LANCEO Balanceorientierte Leistungspolitik | Abschlusskonferenz November 2012

Abschlusskonferenz des Projekts LANCEO

Arbeit und Leben unter Druck - Analysen und Ansätze für eine balanceorientierte Leistungspolitik

Abschlusstagung Fotoheader

Impressionen zur Abschlusskonferenz finden Sie hier

Die Präsentationen zu den Vorträgen finden Sie im Tagungsprogramm.

15. November 2012 von 9.00 – 16.30 Uhr, Kardinal-Wendel-Haus, Mandlstr. 23, München

Tagungsprogramm

Steigende Leistungsanforderungen, größere Flexibilität und ständige Erreichbarkeit sind Merkmale der gegenwärtigen Arbeitswelt. Erwerbsarbeit mit den Anforderungen des Privatlebens in Einklang zu bringen, wird damit zu einer immer größeren Herausforderung und Gestaltungsaufgabe.
Das Projekt Lanceo – Balanceorientierte Leistungspolitik arbeitet seit 2009 an Lösungsansätzen, die die betriebliche Leistungspolitik in den Mittelpunkt zur Gestaltung von Work-Life-Balance rücken. Gemeinsam mit Unternehmen wurden die Bedingungen für eine erfolgreiche Balance zwischen Anforderungen und Ressourcen von „Arbeit“ und „Leben“ untersucht und Gestaltungsansätze entwickelt.
Die Tagung „Arbeit und Leben unter Druck. Analysen und Ansätze für eine balanceorientierte Leistungspolitik“ stellt Untersuchungsergebnisse und Gestaltungsbeispiele vor und bietet Raum zur Diskussion. Die Tagung wendet sich an Praktiker aus Betrieben, Verbänden, Gewerkschaften sowie an Wissenschaftler.

Programmablauf

09.00 Uhr Begrüßung
Dr. Nick Kratzer (ISF München)
Dr. Volker Schütte (Projektträger DLR / Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen)

09.15 Uhr Arbeit und Leben balanceorientiert gestalten. Einführung in das Projekt Lanceo und in die Tagung—> Zur Präsentation
Dr. Wolfgang Menz (ISF München)

09.30 Uhr Arbeit und Leben unter Druck: Auf dem Weg in eine Reproduktionskrise? —> Zur Präsentation
Dr. Nick Kratzer (ISF München)

10.30 Uhr Parallele Foren 1 und 2

Forum 1

Geld oder Leben – mit variablem Entgelt zur Work-Life-Balance?

Viele Organisationen versuchen mit variablen Entgeltbestandteilen Leistungsanreize zu setzen. Doch welche Chancen und Risiken bergen solche Systeme für die Work-Life-Balance? Setzen Leistungsentgeltsysteme vor allem Anreize zur Selbstausbeutung? Oder bieten Sie den Beschäftigten die Möglichkeit einer nach individuellen Bedürfnissen gestalteten Work-Life-Balance?

Mit Leistungsentgelt Work-Life-Balance gestalten? Chancen und Risiken von Leistungsentgeltsystemen —> Zur Präsentation
Dr. Nick Kratzer, Sarah Nies (ISF München)

Beteiligungsorientierte Entwicklung eines Entgeltsystems
Gespräch mit Ludger Selg (Betriebsratvorsitzender MLP Finanzdienstleistungen AG, Wiesloch)

Leistungsentgelt und Work-Life-Balance in der Praxis
Gespräch mit Dietmar Brandis (Personalreferent Endress+Hauser GmbH+Co. KG, Maulburg) und Christin Schelenz (Gesundheitsreferentin Endress+Hauser GmbH+Co. KG, Maulburg)

Moderation: Dr. Wolfgang Menz (ISF München)

Forum 2

Wenn die Lebenswelt den Takt vorgibt: Mitarbeiter/innen mit pflegebedürftigen Angehörigen

Die Work-Life-Balance von Erwerbstätigen wird massiv in Frage gestellt, wenn sie zuhause die Verantwortung für die Pflege von Angehörigen übernehmen. Wie arrangiert sich diese – ja immer größer werdende – Personengruppe mit einer Lebenssituation, die mit hohen Anforderungen verbunden ist? Wie können Politik und Unternehmen die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und häuslicher Pflege unterstützen?

Private Pflegearbeit und Erwerbsarbeit: Wie lässt sich das vereinbaren? – Forschungsergebnisse aus dem Projekt Lanceo —> Zur Präsentation
Dr. Wolfgang Dunkel (ISF München)

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen aus der Sicht eines großen Arbeitgebers—> Zur Präsentation
Harriet Kranz (Personal- und Organisationsreferat der Landeshauptstadt München)

Das Konzept der pflegesensiblen Arbeitszeiten – Möglichkeiten der Unterstützung pflegender Angehöriger durch den Arbeitgeber —> Zur Präsentation
Stefan Reuyß (SowiTra, Berlin)

Moderation: Dr. Wolfgang Dunkel (ISF München)

13.00 Uhr Parallele Foren 3, 4 und 5

Forum 3

Zuhause – unterwegs – beim Kunden: wenn die Arbeit viele Orte hat

Arbeit ist heute zunehmend räumlich entgrenzte, „mobile“ Arbeit: Gearbeitet wird nicht nur im Betrieb, sondern auch zuhause, unterwegs oder beim Kunden. Die Zunahme mobiler Arbeit wirft viele Fragen für die Work-Life-Balance auf: Was sind die neuen Chancen, was die neuen Risiken? Wo sind Grenzen entgrenzter Arbeit – und wer zieht diese? Und: Was sind gute Ansätze für die Gestaltung und Regulierung mobiler Arbeit?

Mobile Arbeit – Problem oder Lösung für die Work-Life-Balance? —> Zur Präsentation
Dr. Gerlinde Vogl (Universität Oldenburg)

Mobile Arbeit in der Praxis
Gespräch mit Oliver Kothrade (Personalleiter Panasonic Europe Ltd., Hamburg), Heinz-Ewald Pohlmann (Betriebsrat Panasonic Marketing Europe GmbH, Hamburg) sowie Annette Hempel (Kaufmännische Leiterin, IMS Heppenheim)

Herausforderungen und Gestaltungsansätze mobiler Arbeit
Gerd Nies (Arbeitsrechtler, München)

Moderation: Dr. Nick Kratzer (ISF München)

Forum 4

Wenn nur der Erfolg zählt – Work-Life-Balance im Vertrieb

Eine erfolgsorientierte, „indirekte“ Unternehmenssteuerung soll heute bei abhängig Beschäftigten unternehmerische Handlungsmotive und eine entsprechende Leistungsdynamik erzeugen. Damit verbindet sich nicht nur eine Erweiterung der eigenen Selbständigkeit, sondern auch eine Form der Selbstgefährdung, die bislang für Freiberufler, Existenzgründer etc. typisch war (“interessierte Selbstgefährdung”). Welche Folgen haben neue Managementformen für Gesundheit, Work-Life-Balance und Motivation? Wie kann man Selbständigkeit fördern – und (Selbst)Gefährdung verhindern?

Wenn nur der Erfolg zählt
Dr. Klaus Peters (Cogito Institut für Autonomieforschung, Berlin)

Reduzierung psychischer Fehlbelastung trotz Erfolgsorientierung – Gestaltungsansätze für den Vertrieb —> Zur Präsentation
Jürgen Laimer (Cogito Institut für Autonomieforschung, Berlin)

Was tun bei Erfolgsdruck? – Erfahrungen aus den Lanceo-Unternehmen:
Gespräch mit Claudia Weber (ver.di, München), Hans Trübenbach (Betriebsrat Postbank Filialvertrieb Süd); Thomas Zimmermann (Personalrat Stadtsparkasse Oberhausen)

Moderation: Dr. Wolfgang Menz (ISF München)

Forum 5

Betriebskita und alles ist gut? – Arbeit und Leben ganzheitlich betrachtet

Betriebskita, Home-Office, Teilzeitmodelle – diese Angebote werden häufig eingeführt, wenn eine Organisation balanceorientierter werden soll. Doch trotz dieser Maßnahmen fällt es vielen Beschäftigten schwer, Arbeit und Leben in Einklang zu bringen. Welche Arbeitsbedingungen erleichtern die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben? Und welche Strategien wenden diejenigen an, denen es gut gelingt, die verschiedenen Lebensbereiche auszubalancieren? Welche Impulse helfen auf dem Weg zur balanceorientierten Organisation?

Ist es zu viel oder bekomm´ ich es nicht gebacken? – Arbeitsbedingungen, individuelle Handlungsstrategien und Life-Domain-Balance —> zur Präsentation
Dr. Barbara Pangert (Universität Freiburg)

Die Fachhochschule Nordwestschweiz – Beispiel einer balanceorientierten Organisation?
Gespräch mit Prof. Heinz Schüpbach, Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten

Life-Domain-Balance gestalten – Evaluation zweier Lanceo-Ansätze —> Zur Präsentation
Nina Schiml (Universität Freibu